Business-Analysten im Agilen Projektumfeld – Teil 3 der Serie „Rollen in der Business-Analyse“

Im zweiten Teil haben wir uns damit beschäftigt, zu verstehen, welche Rolle und Aufgaben Business-Analysten in klassischen Projekten einnehmen.

Neben klassischen Projektdurchführungen sind seit geraumer Zeit gerade auch agile Ansätze sehr gefragt. Anforderungen sind zu Beginn eines Projektes häufig unklar oder entstehen erst durch das Projekt und auch die Technologie/Methodik, mit der die Anforderungen umgesetzt werden sollen, sind oftmals am Anfang nicht eindeutig. Genau in diesen Fällen bietet sich ein agiles Vorgehen an, welches schneller und flexibler auf die oben beschriebenen Unzulänglichkeiten reagieren kann.

Welche Rolle kann der Business-Analyst nun in agilen Projekten einnehmen?

Prinzipiell bieten sich alle drei Möglichkeiten als Product Owner, Scrum Master oder auch Mitglied des Lösungsteams an.

Der Product Owner ist quasi der „Anwalt des Kunden“. Er nimmt dessen Anforderungen auf, formuliert sie adäquat für das Lösungsteam und priorisiert deren Umsetzung. Der Scrum Master hingegen unterstützt das Lösungsteam bei der Anforderungsumsetzung. Sofern es fachliche oder auch methodische bzw. zwischenmenschliche Herausforderungen gibt, steht er dem Lösungsteam zur Seite. Das Lösungsteam selbst ist für die Erarbeitung von Arbeitsergebnissen verantwortlich.

Welche Rolle steht dem Business-Analysten nun am besten?

Meine Empfehlung, die des Product Owners.

Warum ist das so? Die oben beschriebene Funktion des Product Owners „Anwalt des Kunden“ zu sein, passt perfekt zum Business-Analysten. Denn genau das macht einen Business-Analysten aus. Wie wir bereits im ersten Teil der Reihe erfahren haben, ist es Aufgabe des Business-Analysten die Kundenanforderungen zu verstehen, sie aufzunehmen und so zu formulieren, dass ein entsprechendes Team in der Lage ist, daraus eine passende Kundenlösung zu bauen.

Einzige Schwierigkeit, wie auch schon im zweiten Teil der Reihe angesprochen, mag die gewisse Voreingenommenheit in Bezug auf den Projekterfolg sein. Denn der Product Owner muss sich natürlich gegenüber dem Kunden diesbzgl. rechtfertigen und könnte somit geneigt sein, gewissen Druck auf das Lösungsteam auszuüben.

Nun könnte man meinen, dass der Business-Analyst lieber im Lösungsteam sitzen sollte. Da er hier aber eher auf der Arbeitsebene verankert ist und ein Business-Analyst nun nicht direkt an der Lösung mitarbeiten sollte, bleibe ich bei der Empfehlung ihn auf der Ebene des Product Owners zu verankern.

Wir sind am Ende der dreiteiligen Reihe zu „Rollen in der Business-Analyse“. Ich hoffe, Sie konnten wertvolle Impulse mitnehmen. Wenn Sie mögen, lassen Sie gerne einen Kommentar da, und wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen möchten, dann sind Sie auch herzlich in unsere Seminare eingeladen. Wir freuen uns auf Sie!

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